Kinderoptometrie
Durchschnittlich 80% eines normalen Schultages ist das Kind mit
sehabhängigen Aufgaben in der Nähe beschäftigt, d.h. mit Arbeit innerhalb
der Reichweite der Arme. Um den Anforderungen des Unterrichtes zu genügen,
ist es absolut erforderlich, daß das Sehvermögen nicht nur gut, sondern
auch effektiv ist. Ein Kind das Sehprobleme hat, weigert sich oft zu lesen
oder es bekommt Lese- und Rechtschreibschwächen.
Statistiken haben gezeigt, daß die Lese- und Rechtschreibschwäche
das größte (teilweise noch ungelöste) Problem auf den Schulen darstellt.
In den USA, wo man diesem Problem bis jetzt die meiste Aufmerksamkeit
entgegenbringt, hat jedes fünfte Kind sehbedingte Probleme, die
Hilfe erfordern. Gleichzeitig schätzt man, daß eine entsprechende
Anzahl von Kindern sehbedingte Probleme hat die mit passender Sehhilfe
abgewendet werden könnten.
In der Regel wird ein Kind selbst größere Sehschwierigkeiten,
wie in den Beispielen gezeigt werden, nicht von selbst erkennen.
Es schaut in sein Lesebuch und die Buchstaben tanzen, springen,
verschwimmen und verschieben sich. Auch im Buch seines rechten Nachbarn
tanzen, springen, verschwimmen und verschieben sich die Buchstaben für
Ihn. Da das auch beim Blick in das Lesebuch seines linken Nachbarn
geschieht, muss das also normal sein.
Als mögliche Früherkennung könnten folgende Schwierigkeiten einzeln oder in Kombination auftreten:
- Zunehmender Konzentrationmangel
- Rechtschreibschwierigkeiten
- Schreibt über und unter die Linie
- Buchstaben werden verdoppelt, weggelassen oder verwechselt (b und d)
- Liest ungern und schlecht
- Zeile wird schlecht gehalten, Wörter ausgelassen oder "erfunden"
- Kopfschmerzen
- Kann schlecht Ball fangen oder Federball spielen